Dienstag, 11. märz 2008
Morgens, 8:35 Uhr. Doch der 17er Bus. Voll bis oben hin. Ich verzichte auf einen Platzkampf mit Leuten, die täglich mit dem gleichen Bus zur Fließbandarbeit Richtung
Industriegebiet fahren. Damit sollte man sich nicht anlegen. Das weiß ich ohne es je probiert zu haben. Zweite Haltestelle, Sasche erklimmt schwerfällig den Bus, drängelt tatsächlich in meine
Richtung und hat nicht besseres zu tun als seinen Leberwurstbrot-Atmen direkt in meine Richtung loswerden. Danke, ich habe schon gekotzt.
Im Unternehmen meines neu entstandenen Vertrauens stellen ich und meine 5 Freunde um 9:15 Uhr fest, dass wir eine falsche Zeit gesagt bekommen haben. Das Seminar beginnt um 10.
Zum Glück schwebt die gute Fee Carsten aus der Personalabteiltung herbei, wirft ihren grauhaarigen langen Zopf nach hinten, setzt ein so dermaßen perfektes Lachen auf, um welches ich sie fast beneide, und entschuldigt sich bis zu fünf Mal. Das ist ja auch das mindeste lerne ich von den anderen.
Als Carsten dann noch Kaffee bringt ist auch Jenny wieder ruhig, Gabi allerdings dampft, ist stinkauser und pöbelt tierisch durch die Gegend. Schließlich hätte sie eine Stunde länger schlafen können.
Das ganze Drama geht bis ca. viertel vor zehn als unser Guru des Tages, Thorsten erscheint.
Thorsten ist natürlich auch ein relaxter Pädagoge (die scheinen da ein Nest zu haben), also motiviert, befindet sich stets in seiner eigenen Mitte und trägt Wollpullover.
'Lernen lernen' heißt das Seminar. Passt mir ganz gut. Das kann ich noch nicht. Wozu Sascha, Jenny, Jan und Gabi das brauchen ist mir allerdings unklar.
Da mich Annika gestern schon in die passende Grundschulstimmung gebracht hat können wir hier direkt anknüpfen und zum Kennenlernen erstmal ein Bild mit Wachsmalstiften (!) malen. Wir sollen uns und unsere Hobbys darstellen. Entschuldigung, sind wir fünf?
Jenny findet das toll und malt Reptilien, Gabi ein Caprio, sie hatte früher eins, wie uns alle brennend interessiert und Sascha, naja, was malt Sascha wohl? Richtig, einen Computer. Mich wundert, dass er die Chipstüte und die Cola daneben vergessen hat.
Nachdem unsere Bilder alle an die Wand gepinnt sind (Thosten: "So haben wie ein bißchen Farbe im Raum") wärmen wir uns mit Geschicklichkeits- und Rhythmusübungen auf. Das kann ich, die anderen nicht. Umso lustiger.
Thorsten zeigt uns dann wie man lernt. Man braucht nur Bilder im Kopf. Und siehe da, die ganze Mannschaft kann jetzt thailändisch bis zehn zählen, die US-Präsidenten nach dem Krieg runterrattern, die ersten 10 Artikel des Grundgesetzes und sich über 30 Begriffe merken. Toll. Wozu braucht das ein Customer Service Agent? Ich frage nach. "Hilke, relax", kommt von Pädagoge Thorsten. Als ich seine Technik weiter in Frage stelle: "Hilke, bleib ruhig, relax. Du musst vertrauen. Kann es sein, dass Du Perfektionist bist?" "Nein, Realist!"
Rückweg, wieder mit der 17. Diesmal Sebastian aus der Personalabteilung mit in Saschas und meiner vierer-Sitzgruppe (ja, wir sind schon ein echtes Team). Und hier lebt Sascha auf, keine Schokoriegel, nein, lebhaftes Gespräch, er würde sich freuen die Chance zum Aufstieg zu bekommen und überhaupt freut er sich über seinen Job. Als er dann noch auf meinen Versuch ins gespräch einzusteigen: "Toll, ich kenne die US-Präsidenten" mit "Ja, aber Hilke, es gibt noch mehr als zehn, das waren nur die nach dem Krieg, die USA gibt es schon viel länger." antwortet, wird mir langsam klar, dass Sascha wohl am ersten Tag entgangen zu sein scheint, dass Sebastian nur Praktikant in der Personalabteilung ist. Trotzdem bin ich ihm unglaublich dankbar, dass er mir diesen doch sehr komplizierten Sachverhalt nochmal verdeutlicht hat und so seine Kompetenz zeigen konnte.
Im Unternehmen meines neu entstandenen Vertrauens stellen ich und meine 5 Freunde um 9:15 Uhr fest, dass wir eine falsche Zeit gesagt bekommen haben. Das Seminar beginnt um 10.
Zum Glück schwebt die gute Fee Carsten aus der Personalabteiltung herbei, wirft ihren grauhaarigen langen Zopf nach hinten, setzt ein so dermaßen perfektes Lachen auf, um welches ich sie fast beneide, und entschuldigt sich bis zu fünf Mal. Das ist ja auch das mindeste lerne ich von den anderen.
Als Carsten dann noch Kaffee bringt ist auch Jenny wieder ruhig, Gabi allerdings dampft, ist stinkauser und pöbelt tierisch durch die Gegend. Schließlich hätte sie eine Stunde länger schlafen können.
Das ganze Drama geht bis ca. viertel vor zehn als unser Guru des Tages, Thorsten erscheint.
Thorsten ist natürlich auch ein relaxter Pädagoge (die scheinen da ein Nest zu haben), also motiviert, befindet sich stets in seiner eigenen Mitte und trägt Wollpullover.
'Lernen lernen' heißt das Seminar. Passt mir ganz gut. Das kann ich noch nicht. Wozu Sascha, Jenny, Jan und Gabi das brauchen ist mir allerdings unklar.
Da mich Annika gestern schon in die passende Grundschulstimmung gebracht hat können wir hier direkt anknüpfen und zum Kennenlernen erstmal ein Bild mit Wachsmalstiften (!) malen. Wir sollen uns und unsere Hobbys darstellen. Entschuldigung, sind wir fünf?
Jenny findet das toll und malt Reptilien, Gabi ein Caprio, sie hatte früher eins, wie uns alle brennend interessiert und Sascha, naja, was malt Sascha wohl? Richtig, einen Computer. Mich wundert, dass er die Chipstüte und die Cola daneben vergessen hat.
Nachdem unsere Bilder alle an die Wand gepinnt sind (Thosten: "So haben wie ein bißchen Farbe im Raum") wärmen wir uns mit Geschicklichkeits- und Rhythmusübungen auf. Das kann ich, die anderen nicht. Umso lustiger.
Thorsten zeigt uns dann wie man lernt. Man braucht nur Bilder im Kopf. Und siehe da, die ganze Mannschaft kann jetzt thailändisch bis zehn zählen, die US-Präsidenten nach dem Krieg runterrattern, die ersten 10 Artikel des Grundgesetzes und sich über 30 Begriffe merken. Toll. Wozu braucht das ein Customer Service Agent? Ich frage nach. "Hilke, relax", kommt von Pädagoge Thorsten. Als ich seine Technik weiter in Frage stelle: "Hilke, bleib ruhig, relax. Du musst vertrauen. Kann es sein, dass Du Perfektionist bist?" "Nein, Realist!"
Rückweg, wieder mit der 17. Diesmal Sebastian aus der Personalabteilung mit in Saschas und meiner vierer-Sitzgruppe (ja, wir sind schon ein echtes Team). Und hier lebt Sascha auf, keine Schokoriegel, nein, lebhaftes Gespräch, er würde sich freuen die Chance zum Aufstieg zu bekommen und überhaupt freut er sich über seinen Job. Als er dann noch auf meinen Versuch ins gespräch einzusteigen: "Toll, ich kenne die US-Präsidenten" mit "Ja, aber Hilke, es gibt noch mehr als zehn, das waren nur die nach dem Krieg, die USA gibt es schon viel länger." antwortet, wird mir langsam klar, dass Sascha wohl am ersten Tag entgangen zu sein scheint, dass Sebastian nur Praktikant in der Personalabteilung ist. Trotzdem bin ich ihm unglaublich dankbar, dass er mir diesen doch sehr komplizierten Sachverhalt nochmal verdeutlicht hat und so seine Kompetenz zeigen konnte.